Staatsschulden können nicht durch Sparen getilgt werden!

Stand 17.7.10

Warum lassen sich Staatsschulden nicht durch sparen tilgen!

Unser Geldsystem ist ein Schuldgeldsystem. Das bedeutet, erst wenn sich jemand Geld (von der Bank) ausleiht um damit zu investieren, dann kommt es in Umlauf. Erst dann wird aus den Zahlen auf dem Konto oder aus den Papierschnipseln wie wir sie kennen, Geld wie wir es verstehen. Solange Geld auf irgendwelchen Konten herumliegt ist es für die Wirtschaft wertlos. So als wäre es gar nicht vorhanden.

Die Geldmenge in Deutschland ist so kontinuierlich, durch den Zins und Zinseszins, auf ca. 2 Billionen Euro (Geldmenge M3) angewachsen. In den vergangenen 60 Jahren waren das nie weniger als 6 % Geldmengenwachstum pro Jahr.

Dreht man den Spieß um, dann wird klar, Schulden können nur gemacht werden, wenn es gleichzeitig jemand gibt, der Geld zum Verleihen "übrig" hat. Dem gesamten Schuldenberg in Deutschland (und auch weltweit) steht genau derselbe Geldberg gegenüber.

Das bedeutet, da die Geldvermögen immer weiter wachsen, müssen logischerweise auch die Schulden immer weiter wachsen. Geld liegt ja nicht auf den Banken herum, sondern es muss sofort wieder ausgeliehen (neue Schulden gemacht) werden. Die gesamte Schuldensumme kann so nie reduziert werden.

Das Geld arbeitet für dich sagt mancher Bank-Slogan. Eine menschenverachtende, tatsachenverschleiernde Werbung, denn nicht das Geld, sondern Menschen sind es, die arbeiten, sprich diese Zinsen dafür erwirtschaften.

Die gesamte Schuldenmenge kann nicht verringert werden. Ein Abbau der Staatsschulden in Deutschland würde bedeuten, dass die Schulden von Anderen übernommen werden müssen. Unternehmen, Privathaushalte oder das Ausland müsste in die Presche springen. Wie beispielsweise für Griechenland, der Euro-Rettungsschirm.

Staatsschulden können (im Gegensatz zu Privaten oder Firmen) nicht durch Sparen getilgt werden. Staatsschulden können nur durch Abbau der Geldvermögen insgesamt getilgt werden. Private Haushalte oder Firmen gehen in Konkurs, wenn die Schulden zu groß sind. Da der Staat an gesunden Haushalten und Firmen interessiert sein muss, und vom Ausland nicht allzu sehr abhängig sein sollte, muss er wohl oder übel diese Last (Schulden) auf sich nehmen (übernehmen).

Es geht hier vor allem um den Überreichtum, um das Geldvermögen der 0,1 % Reichsten, die 20% des gesamten Geldvermögens besitzen. Geld, das nie benötigt wird (sonst könnte es ja nicht verliehen werden), sondern nur dazu da ist, sich "selbst" zu vermehren. Es geht auch nicht darum, die deutsche Mittelstandsschicht abzuschöpfen, denn sie sind schon jetzt die, die diesen Schuldendienst bezahlen.

Der Private Überreichtum
Wussten Sie, dass 10% der Weltbevölkerung 85% des Geldvermögens besitzt?
Oder dass 1% gar 38% des Geldvermögens besitzen!
Oder noch schlimmer 0,1% besitzen immer noch 20% des gesamten Weltgeldvermögens!
Dieser private Überreichtum wird durch "Rettungsschirme" wie 2010 für Griechenland geschützt.

Die aus Steuergeldern finanzierten Rettungspakete der EU-Länder kommen nahezu vollständig diesen 0,1% der Reichsten zugute. Auch hier wird wieder die Umverteilung von Arm nach Reich deutlich sichtbar. Von der Politik wird vordergründig natürlich der "kleine Sparer"
geschützt.

Selbstverständlich ist auch klar, dass jedes Staatsgebilde (mit diesem Geldsystem) sein Ende finden wird.

Wie funktioniert unser Geldsystem? Interessiert, dann hier weiterlesen ...



Unser Staat hat den Artikel Sparen neu definiert.
Wenn Politiker vom Sparen sprechen dann meinen sie Leistungen Streichen bzw. Kürzen.